Die vor rund drei Millionen Jahren aus dem Chaos entstandene Insel Bora Bora, deren Name wie eine Anrufung klingt, bedeutet auf Tahitianisch "die Erstgeborene". Diese mythische Insel, die früher den Namen Mai Te Pora ("von den Göttern erschaffen") trug, soll der Legende nach als erste nach Raiatea aus dem Wasser erstanden und lange Zeit von Frauen regiert worden sein. Die Perle des Pazifik, so nannte sie Kapitän Cook, trägt in sich die Magie der schönsten Inseln Polynesiens.Die Lagune von Bora Bora steht im Ruf, die schönste der Welt zu sein. Sie ist über die Teavanui-Passage mit dem Ozean verbunden und wirkt wie ein von der Natur geschaffener, vielfarbiger, leuchtender Swimmingpool mit einer Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten: Tauchen, Segeln, Jetski, Schnorcheln oder Ausflüge im Glasbodenboot... Bora Bora bietet den idealen Rahmen für diese Aktivitäten und unvergesslichen Sonnenbäder auf weissen Sandstränden, umrahmt von Kokospalmen, ob auf der Landzunge von Matira oder einem der auf dem warmen, kristallklaren Wasser der Lagune verstreuten Motu. Dorthin lohnt sich ein Ausflug, speziell zum Motu Tapu, wo man beim Baden verbotene Früchte geniesst - denn dieses Inselchen war früher den Königen vorbehalten. Bora Bora konnte seinen traditionellen Lebensstil erhalten, den man besonders an der Architektur seiner Luxushotels erkennt. Jedes Jahr im Oktober ist Bora Bora die letzte Etappe des grössten Kanurennens im südlichen Pazifik: Havaiki Nui Va'a.
Bora Bora erleben
Die Lagune in ihrer ganzen Pracht: eine fantastische Bergsilhouette in einer der schönsten Lagunen der Welt, umgeben von kristallklaren Wassern und paradiesischen Inselchen.
"Die" romantische Insel und "das" Urlaubsziel für Flitterwochen, Bora Bora hat variantenreiche Unterkünfte, die sich harmonisch in den magischen Dekor dieser aussergewöhnlichen Insel einnisten. Von einigen Hotels werden traditionelle Hochzeiten angeboten, die rechtlich gesehen zwar nicht gültig sind, aber ein unvergessliches Erlebnis darstellen.
Die Überwasser-Bungalows sind ein absolutes Muss: in ihrem reinen polynesischen Stil und mit einem direkten Zugang zum türkisfarbenen Wasser der Lagune bieten sie einen aussergewöhnlichen Luxus. Ausserdem kann die Unterwasserwelt durch eine Glasplatte im Boden beobachtet werden. Sogar das Frühstück wird mit einem Auslegerkanu ins Bungalow serviert.
Die Unterwasserwelt von Bora Bora bezaubert alle Tauch-Liebhaber: das Ballett der Mantarochen und der majestätischen Haie, das Beobachten der ruhigen Napoléon-Lippfische und die tausend buntschimmernden Tropenfische. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Taucher finden ihr Glück.
Zahlreiche Aktivitäten zu Wasser und zu Lande werden von Hotels und privaten Unternehmen angeboten: Hubschrauber-Flüge, Wanderungen, Safari mit Jeeps ins Innere der Insel, Ausritte zu Pferd, Lagunenfahrten im Glasbodenboot, in motorisierten Kanus, an Bord von Segelbooten und eleganten Jachten, Hochseefischen, Picknick auf einem Motu, Rochen- und Haifischfütterung.

Inselrundfahrt:
Der Anleger des Hauptorts Vaitape ist über die einzige Passage der Insel, Teavanui, anlaufbar. Gleich daneben befindet sich die reizende kleine Insel Motu Tapu, Drehort des Filmes "Tabu" von F. Murnau.
Der Hauptplatz des Dorfes wurde nach Alain Gerbault benannt, dem illustren Weltenumsegler, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf der Insel niederliess und dessen Grabmal in Form eines dreistufigen Marae sich hier befindet. Die Strasse in den Norden der Insel führt zur Landzunge Farepiti, die der tiefen Bucht Faanui vorgelagert ist. Der gleichnamige Ort war die Wiege der früheren Herrscherfamilie, was die Präsenz mehrerer Marae entlang der Bucht erklärt. Von hier hat man einen Ausblick auf die Landzunge von Farepiti, die hoch aufragenden Steine des königlichen Marae Farerua, auch Marotetini genannt, und zwei weitere Kultstätten in Dorfnähe, wo sich Ruinen von geringerer Bedeutung befinden, Marae Tainapa und Fare Opu. Beim Verlassen der Bucht führt die Strasse durch die 1942 errichtete ehemalige amerikanische Militärbasis. Einige Landungsbrücken und Baracken sind noch erhalten.
Der Flughafen von Bora Bora wurde auf der dieser Küste gegenüber liegenden Inselkette von den amerikanischen Truppen gebaut. Danach führt die Strasse mitten durch Kokoshaine und an der windigen Küste entlang, durchquert das friedliche Dorf Anau, ohne je die Kette der Motu und der indigo- und türkisfarbenen Lagune aus den Augen zu verlieren. An der Südspitze von Matira beginnt der windgeschützte Küstenabschnitt, der wegen seines wunderschönen Strands und seiner idyllischen Lagune bei Badegästen besonders beliebt ist.
Auf der Anhöhe, eine halbe Stunde zu Fuss entfernt, bewachen die auf den Ozean gerichteten alten Artilleriegeschütze der amerikanischen Armee noch heute die Bucht. Nach der Landzunge von Raititi mündet die Strasse in die majestätische Bucht Povai, von wo aus man einen spektakulären Blick auf die Spitze des Berges Otemanu und auf das Motu Toopua hat, dessen kleiner Hügel die "Glocken von Hiro" birgt.
Dieser Teil der Westküste bis Vaitape ist am dichtesten besiedelt und genutzt; hier befinden sich die meisten Hotels sowie Sport- und Freizeitaktivitäten.
Wanderungen:
Fusswanderungen sollten wegen mangelnden Markierungen und schwierigen Kletterbedingungen im bröckeligen Gestein nur mit einem ortskundigen Führer unternommen werden. Die Wanderung zum Berg Pahia ist relativ anspruchsvoll. Der Anstieg dauert über drei Stunden, der Abstieg zwei Stunden. Der Weg beginnt in Vaitape und führt durch Obstgärten und einen Kastanien-Wald mit ausladenden Baumformen, der bis zum Fuss der Klippen reicht. Durch weite Felder mit wilden Orchideen und hochwachsenden Farnen gelangt man auf einen ersten Gipfel. Von da aus führt der Kamm zum Gipfel des Pahia, von wo aus der Überlieferung nach der Kriegsgott auf einem Regenbogen herabgestiegen sein soll. Der Panoramablick auf sämtliche Inseln Unter-dem-Winde ist atemberaubend.
Die Wanderung zum Berg Otemanu beginnt in der Bucht Vairau; der Aufstieg dauert über zwei Stunden. Die zweite Hälfte ist wegen der Steilhänge und der Gefahr von Steinschlag sehr anspruchsvoll. Hier kann man manchmal wilden Ziegen begegnen. Der Eingang der Grotte am Fusse der Spitze des Otemanu ist von eindrucksvoller Grösse. Hier nistet eine Kolonie von Fregattvögeln. Die Grotte bietet einen überraschenden, herrlichen Ausblick auf das Meer.
Wassersport:
In dieser aussergewöhnlich schönen Lagune werden vielfältige Aktivitäten angeboten. Das heute zum Klassiker gewordene Glasbodenboot wurde hier erfunden, und Ausflüge in der traditionellen Piroge oder im Katamaran mit Picknick auf einem Motu, die Beobachtung von Mantarochen und die Fütterung der Haie gehören heute zum Pflichtprogramm. Vermietet werden kleinere Boote oder Jetskis ebenso wie Hochseejachten mit Skipper zur Beobachtung der Schwertfische draussen im Ozean. Taucher aller Niveaus finden hier genug Möglichkeiten, um ihre Neugier und Abenteurlust zu befriedigen. Zu den bekanntesten Attraktionen für Taucher gehören die "Rochenstrasse", an der verschiedene Rochenarten vorkommen, darunter der in grossen Schwärmen von hundert oder mehr Exemplaren schwimmende Leopardenrochen; das "Weisse Tal" ausserhalb der Lagune, nördlich der Insel, das seinen Namen dem feinen weissen Sand und den Korallenbänken verdankt, die Tausende von vielfarbigen Fischen anlocken, begleitet von Barrakuda-Schwärmen und Haien.
Ein weiterer bemerkenswerter Ort ist die Landzunge von Tupitupiti, die als eine der schönsten in Polynesien gilt. An diesem Riff, wo Korallen, Schwärme und Seesterne eine üppige Farbenpracht bilden, begegnet man auch Riesenhaien, Thunfischen und Barrakudas.
Tauchen:
Die riesige Lagune bietet selbst Anfängern die Möglichkeit einer Begegnung mit Mantarochen, Leopard-Stechrochen und verschiedenen Haiarten. Mehrere Tauchplätze stehen in den ruhigen Gewässern der Lagune zur Verfügung, wo die Tauchzentren Schnuppertauchgänge und Auffrischungskurse inmitten einer reichhaltigen Fauna organisieren. Der Ozean bietet Tauchern Gelegenheit, Schildkröten, Muränen, Napoleonfische, Zackenbarsch-Schwärme, sowie die meisten Haiarten Polynesiens aus der Nähe zu erleben.
