Maupiti wird von vielen zu den schönsten Inseln der Südsee gezählt. Sie ist die Älteste der Gesellschaftsinseln: die geologische Datierung gibt ihr das würdige Alter von vier Millionen Jahren. Ihre schroffe Silhouette kann es mit der Schönheit Bora Boras, ihrer Nachbarin, aufnehmen. Die scharfen Kanten des zerfallenen Vulkans erreichen ihren höchsten Punkt im Berg Teura Faatui, um dessen Gipfel man oft Bussarde oder Fregattvögel kreisen sieht.
Maupiti besitzt weit reichende, wunderbare Lagunen, die zum Erkunden mit dem Auslegerkanu oder mit Maske und Schnorchel einladen. Der wenig besuchte, fantastische weisse Sandstrand an der Pointe Tereia wird zum Jagdrevier des Riffreihers und ziet sogar die Meeresschildkröten zum Legen an. Die fünf "Motu" oder Riff-Inselchen sind echte Korallengärten, bringen sie doch Wasser- und Zuckermelonen hervor, die bis nach Tahiti verkauft werden. Onoiau, die sehr enge Riffpassage, in der auch eine sehr starke Strömung herrscht, ist die einzige Möglichkeit, auf dem Seeweg die Insel zu erreichen, deshalb gilt Maupiti auch heute als relativ isolierte und somit geschützte Insel. Dieses polynesische Juwel besitzt einen Charme, mit dem kaum eine andere Insel rivalisieren kann.
Bora Boras Schwesterinsel ist der Schauplatz vieler heute noch lebendiger Legenden, und, versteckt in der dichten Vegetation, zeugen zahlreiche archäologische Funde vom Leben der Ahnen. Diese verträumte Inselwelt ist ein romantisches Ferienziel für alle, die sich nach Ruhe sehnen und nur das Rauschen der Brandung und den Wind in den Kokospalmen hören möchten.
Maupiti erleben
Eine Insel mit authentischem Charakter, in einer Lagune aus Jade, durch eine einzige Passage mit dem Ozean verbunden. Die Durchquerung der Lagune erlaubt das Beobachten von Adler- und Mantarochen, zahlreichen bunten Tropenfischen und grossartiger Korallengärten.
Ein reiches kulturelles Erbe zu entdecken: das Tal von Haranai mit seinen Steinmonumenten, das Tal von Vaitea, wo Hiro's legendäres Auslegerkanu liegt, die rote Felswand des Kriegers Nina Here, das Marae Ofera auf dem Motu Tiapa'a, eine der ältesten archäologischen Stätten Polynesiens aus dem IX. Jahrhundert auf dem Motu Pae'ao.
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten sind auf Wanderungen mit Führer zu entdecken: Das Dorf Vai'ea am Fuss einer Felswand, deren Nischen den Seevögeln als Nestplatz dienen; die 165 m hohe Felswand von Hotu Parata, die ausgedehnten Melonenpflanzungen auf dem Motu Auira.

Erlebnis-Berichte:
Inselrundfahrt:
Das Dorf Vai'ea schmiegt sich an die Ausläufer der Felsen, in deren Grotten und Höhlen Meeresvögel nisten. Das Dorf erstreckt sich über einen schmalen Küstenstreifen entlang der Ostküste in Richtung des zweiten Orts Farauru. Weiter nach Norden bietet das Haranai-Tal interessante Steindenkmäler, darunter ein Tiki, dem man eine phallische Form zuschreibt, und Petroglyphen in Schildkrötenform auf Felsen.
Danach kann man im Vaitia-Tal einen riesigen flachen Stein bewundern, der in der Legende als das legendäre Kanu des Gottes Hiro gilt. An der Westküste, entlang des langen Sandstrandes von Tereia, ist an der roten Klippe der Abdruck des berühmten Kriegers Nina Here erhalten geblieben.
Grüner Tourismus:
Bergtouren zu den Klippen von Hotu Parata: vorzugsweise mit einem Führer. Diese Klippen überragen den Ort Vaiea um 165 Höhenmeter. Der recht steile Weg durchquert einen kleinen Wald mit polynesischen Kartanien-, Mango- und Hibiskusbäumen bevor man die Anhöhe erreicht. Bei der ersten hohen Basaltspitz öffnet sich der Blick auf den Horizont, den Ozean und die Umgebung mit den nahen Gipfeln Teurafaatui und Nuupere (372 m). Der Weg wird dann schwieriger und ist wegen den brüchigen Felsen mit Risiken verbunden, denn es kann leicht zu kleineren Felsstürzen kommen, bevor man die Spitze der Klippen erreicht. Der unendlich weite Ausblick auf das Meer und die Gipfel der Nachbarinseln lohnen jedoch die Mühen des Aufstiegs.
Schiffsausflüge:
Da der Flughafen auf dem grossen Motu Tuanai liegt, gelangt man zunächst mit dem Schiff zu den Pensionen der Hauptinsel oder auf die anderen Motus.Bei der Überquerung dieser türkisfarbenen, seichten Lagune kann man die Bewegungen der grossen Leopard-Stechrochen und Mantas inmitten der Schwärme von vielfarbigen Fischen bewundern und die berühmten "Korallenkessel" sehen, von denen manche von Perlenfarmen genutzt werden. Gegenüber dem Dorf Vaiea verdienen die beiden Motu am Rand der einzigen Passage einen Zwischenstopp. Das Motu Pitihahei besitzt als Besonderheit eine einzigartige einheimische Blume, die Tiare der Mondgöttin Hina. Gegenüber, auf dem Motu Tiapa'a, einem Hafen des Friedens, liegt das erst kürzlich entdeckte Marae Ofera. Im Norden, zwischen den zwei grossen Motu, direkt neben der Hiro-Passage und dem Korallenriff, liegt das kleinste Inselchen Pae'ao, das die vielleicht reichhaltigste Geschichte dieser Inselgruppe aufweist. Seine archäologischen Funde aus dem 9. Jahrhundert gehören zu den ältesten Polynesiens.
Links davon zieht das Motu Auira, auf dem Wasser- und Zuckermelonen angebaut werden, mit seinen grossen Windkraftanlagen Aufmerksamkeit auf sich.
