Die Tierwelt Französisch Polynesiens ist durch die Isolierung mitten im Pazifik relativ artenarm und zugleich reich an Eigentümlichkeiten. Hauptsächlich aus dem indo-malaiischen Raum stammend, hat sie über Jahrtausende ihren Weg bis hierher gefunden - mit dem Wind, auf Treibholz oder im Gefieder der Zugvögel - und, sich der neuen Umwelt anpassend, neue, endemisch genannte, nirgendwo anders auf der Welt vorkommende Formen entwickelt.Ausser den Eidechsen gibt es hier keine Reptilien; die 2 Skorpionarten sind harmlos, bloss der Biss des Skolopenders ist schmerzhaft, aber wenig gefährlich.
Die Flüsse bergen bis armlange, blauäugige, von Legenden umwobene Aale und "Chevrettes" genannte, leckere Schalentiere.
Die 118 Inseln beherbergen 112 Vogelarten: Durchzügler, einheimische Seevögel, die zum Nisten die verlassenen Riffinselchen der Tuamotus vorziehen, Landvögel, die in den Tälern und Höhen zurückgezogen leben und die es in dieser Form oder Farbe sonst nirgendwo gibt: bunte Loris, Eisvögel, Grasmücken, Fruchttauben, von denen sozusagen jede Insel ihre eigene Art besitzt. Hier wird der Endemismus zur Attraktion für den Vogelkundler!
Im Gegensatz zur Landfauna ist die Unterwasserwelt aussergewöhnlich vielfältig. Über 800 tropische Fischarten tummeln sich in der Lagunen und im offenen Meer. Das Korallenriff spielt sowohl die Rolle des Ernährers für seine Bewohner als auch diejenige des Verteidigers für die schutzdürftigen Arten.

