Kultur

Eine unglaublich faszinierende Kultur erwartet Sie auf Ihrer Tour durch Französisch Polynesien. Die Kultur spielt eine große Rolle und ist eng verbunden mit den lebendigen Traditionen.

Der Besuch einer traditionellen Tanzveranstaltung sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Der Rhythmus der Trommeln, Gitarren und Ukulele, der ausdrucksvolle tahitianische Tanz, die lebendige Maori-Kunst des Tätowierens, die Herstellung kunsthandwerklicher Gegenstände wie Schnitzereien aus Holz, Stein, Korallen, Knochen und Perlmutt oder auch Flechtwerk - all dies ist fester Bestandteil der gelebten Kultur.



Tanz

Ausdrucksstärke und Anmut, symbolträchtige Gestik und überaus schöne Kostüme und Blumenkränze sind die besonderen Merkmale der Tahiti-Tänze. Sie sind keine bloßen Touristenveranstaltungen, sondern lebendige Volkskultur und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Den Höhepunkt bildet der "Heiva i Tahiti" (Julifeier), bei dem Wettbewerbe zwischen zahlreichen Tanzgruppen veranstaltet werden. Einige Truppen treten heute sogar auf internationalen Bühnen auf, was von ihrer künstlerischen Vitalität zeugt.

Genau wie die Tätowierung wurde auch der tahitianische Tanz von den Missionaren als zu erotisch befunden und konnte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur heimlich ausgeübt werden. Den "Tamure" tanzt man zu zweit in Tanzbars, während der "Ori Tahiti", bei dem sich langsame und schnelle Bewegungen abwechseln, in Begleitung von Schlaginstrumenten, Gesängen, Gitarren und Ukulelen von Tanzgruppen aufgeführt wird.

Musik

Kein Besucher kann sich der Musik Französisch Polynesiens entziehen. Bereits bei der Ankunft am Flughafen in Papeete erwartet Sie eine kleine Band mit exotischen Instrumenten mit einem Willkommenslied. Beim Frühstück im Hotel, beim Bummel über den Markt oder bei einer Tanzvorführung am Abend – die Melodien und Rhythmen werden auch Sie in ihren Bann ziehen. Die Musik Tahitis und ihrer Inseln ist untrennbar mit den Tänzen verbunden. 

Die Musik entsteht aus Instrumenten wie der Ukulele (ein kleines Seiteninstrument), Pahu Trommeln (hergestellt aus dem Stamm einer Kokospalme und der Haut eines Hais), Pu Muscheln (Blasinstrument) und Vivo Nasenflöten aus Bambus.

Französisch Polynesien faszinierte einen berühmten europäischen Musiker so stark, dass er seine Heimat Belgien verließ, um auf den Marquesasinseln zu leben: die Rede ist von Jacques Brel, dem großen Chansonnier, Schauspieler und Kinoregisseur. 1975, nach einer 15 Jahre dauernden Tour durch Konzerthäuser auf der ganzen Welt, ließ sich Brel auf der Insel Hiva Oa nieder. Ganz in der Nähe des Grabs von Paul Gauguin fand Jacques Brel nach seinem Tod am 9. Oktober 1978 auf Hiva Oa seine letzte Ruhestätte.

Tätowierungen

Schon im 13. Jahrhundert berichteten europäische Seeleute vom Brauch des Tätowierens. Unter dem Einfluss der Missionare wurde er verboten, jedoch nie ganz ausgelöscht.

Die fast ausschließlich schwarze polynesische Tätowierung ist ein fester Bestandteil der kulturellen Identität der Maohi. Männer wie Frauen tragen die geometrischen Muster oder auch Pflanzen- und Tiermotive, die oft symbolische Bedeutungen haben, wie einen Körperschmuck. Daher ist die Tätowierung entgegen westlicher Gepflogenheiten dazu bestimmt, gesehen zu werden.

In den letzten Jahren hat sich auf Tahiti und den anderen Inseln eine neue Generation außerordentlich begabter Tätowierer profiliert, die zunehmend von Touristen in Anspruch genommen werden und ihre Kunst neuerdings sogar exportieren, indem sie an ausländischen Messen teilnehmen.

Kultstätten

Magische Atmosphäre liegt über den marae der polynesischen Inseln. Heute sieht man nicht viel mehr als eine mit sehr flachen Steinen gepflasterte rechteckige Fläche. Früher waren die marae Wohnort der Götter und damit Anbetungshaus, Ort für besondere Zeremonie wie die Krönung von Königen und Königinnen und Siegesfeiern, Opferstätte und Versammlungsort für politische und religiöse Treffen.

Zu den berühmtesten marae gehören Taputapuatea in Opoa auf der Insel Raiatea (mit 300 km2 die größte Tempelanlage Französisch Polynesiens) und die Kultstätte nahe des Dorfes Maeva auf der Insel Huahine, wo man zudem steinerne uralte Fischfallen bestaunen kann, die heute noch genutzt werden. Zu den marae-Anlagen gehörten Häuser aus natürlichen Materialien, die heute verschwunden sind. Auch Details der Zeremonien wissen heute nur noch wenige, da in der Vergangenheit Geschichten und Bräuche hauptsächlich mündlich überliefert wurden.

Große marae wurden häufig an der Küste errichtet, kleine befanden sich auch im Inneren der Inseln, wo Stammesangehörige ihre Ahnen verehrten und für Erfolg beim Fischen und Jagen beteten.


 





Bitte wählen Sie:

Insel

Kategorie